16.02.2020
Auf a Haferl Kaffee und Kuchen • vorerst letzte Wahlveranstaltung

Zu einem sehr gut besuchten „Politischen Nachmittagskaffee“ konnte Freie-Wähler-Vorsitzende, Iris Hartmann, neben der Bürgermeisterkandidatin Manuela Aumer samt ihrem Team, den Freie-Wähler-Landratskandidaten Tobias Beck mit Frau, die Freie-Wähler-Bürgermeisterkandidaten von Bogen Helmut Muhr, von Mariaposching Martin Englmeier, sowie die FW-Kreistagskandidaten Anna Erdinger (Mariaposching) und Hans Buchmeier (Kirchroth), willkommen heißen. Nicht minder war sie erfreut, dass Hunderdorfs 3. Bürgermeister Max Höcherl (CSU) unter den Zuhörern war.

„Der frühe Start bei unseren Wahlversammlungen war richtig“, so Hartmann, „da schon in gut einer Woche die Möglichkeit der Briefwahl bestünde“.Die o.g. FW-Aktiven,warben für sich um die Gunst der Wähler für den Kreistag, betonten jedoch mit Nachdruck, mit Manuela Aumer, in Hunderdorf etwas Neues und trotzdem Vernünftiges zu starten.

Hans Buchmeier, von Berufs wegen Abwassermeister bei der Stadt Straubing, gab einen interessanten Einblick. Rund fünfzig Prozent (7,5 Mio Kubikmeter) des Grundwassers im Land-kreis, drückt in undichte Abwassersysteme und wird somit selbst zum Abwasser. Er hält hierbei eine  interkommunale Zusammenarbeit - ähnlich wie bei der Wasserversorgung – für dringlich.

Tobias Beck stellte zu seinen fünf wichtigsten Zielen (besserer ÖPNV; Erhalt der Kreiskliniken; Umwelt-und Naturschutz nicht nur der Landwirtschaft überantworten; das Miteinander von Jung und Alt stärken; Bewährtes erhalten – Neues anpacken) auch seine Ehefrau vor. Beck ist Bezirks-

vorsitzender der „Jungen Freien Wähler“ und kennt die Anliegen der jungen Menschen, weil er nicht nur Schule und Studium, sondern auch eine Lehre absolvierte.

Manuela Aumer setzte dieses Mal  ihren Schwerpunkt auf das Vereinsleben. „Den Feuerwehren ist für ihren Einsatz zu danken, aber auch allen Vereinen in unserer Gemeinde. Sie sind der soziale Kitt und gehören weiterhin nach Kräften unterstützt“. Sie bedankte sich auch bei allen, die in irgend-einer Weise in dieser Wahlvorbereitungsphase ihr Engagement einbrachten. „Wir sind während dieser Zeit zu einer Familie geworden“, so ihr Resümee und appellierte vor allem an die weiblichen Wähler „Frauen wählt Frauen. Es sei an der Zeit, mit ihr als Bürgermeisterin Neues zu wagen, den Frauen politisch mehr zuzutrauen“.

Bei der Vorstellungsrunde der Gemeinderatskandidaten, haben zwei konkretere Ausführungen die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. In den nächsten zehn Jahren werden immer mehr Vorgaben aus Bonn und Brüssel – in Sachen Energie und Umwelt – auf die Kommunen zukommen. Deshalb seien stabile politische Gegebenheiten – natürlich mit den Freien Wählern – notwendig.

Ein zweiter Sprecher betonte, er habe nichts gegen neue Baugebiete (eines besteht in Hunderdorf;

eines ist in Steinburg in Planung und eines in Gaishausen/Ehren angedacht), dann müsste man sich aber anschicken,den Flächenfraß zu stoppen, das bisher Geschaffene zu erhalten und zu pflegen, die Leerstände mehr im Fokus zu haben und auch bedenken, dass ein ständiges „Mehr“ auch kost-spielige Folgen nach sich ziehe.